Marke wird oft als Gestaltungsthema behandelt: Logo, Farben, Bildsprache. Für eine Personenmarke ist das nachrangig. Entscheidend ist, welche Assoziation entsteht, wenn jemand Ihren Namen hört. Und diese Assoziation entsteht nicht aus einem Markenhandbuch, sondern aus der Summe dessen, was Sie veröffentlichen.
Die unterschätzte Nebenwirkung
Weil jeder Beitrag zur Assoziation beiträgt, gibt es keine folgenlosen Veröffentlichungen. Ein Beitrag, der thematisch daneben liegt, kostet nicht nur Reichweite, er verschiebt das Bild. Wer über Wochen zwischen Fachthemen, Alltagsschnipseln und Meinungen zu fremden Feldern springt, baut keine unscharfe Marke auf, sondern gar keine.
Wie Sie diese Wirkung kontrollieren
- Die letzten dreißig Beiträge auflisten und jedem eine Assoziation zuordnen, die er erzeugt.
- Zählen, wie oft die gewünschte Assoziation vorkommt und wie oft andere.
- Beiträge identifizieren, die gut liefen, aber in die falsche Richtung zeigen.
- Für kommende Themen vorab notieren, welchen Gedanken sie verstärken sollen.
- Bei Zweifeln die Frage stellen: Möchte ich, dass jemand mich genau dafür anspricht?
Der teure Trugschluss
Ein Beitrag mit hoher Reichweite gilt automatisch als guter Beitrag. Reichweite ist aber nur die Menge der Menschen, die eine Assoziation aufgenommen haben. Wenn es die falsche war, hat ein viraler Beitrag mehr Schaden angerichtet als ein stiller.
Was daraus folgt
Wer Marke als Assoziation versteht, bewertet Content anders. Die Frage ist nicht mehr, ob ein Beitrag gut ankam, sondern ob er das Bild in die gewollte Richtung geschoben hat. Diese Perspektive verhindert die schleichende Verwässerung, die viele Auftritte nach zwei Jahren erreicht.
Positionierung besprechenSie entscheiden nicht, ob Sie eine Marke haben. Sie entscheiden nur, ob sie zufällig entsteht.





