Die Suche nach einer Nische endet oft in einem von zwei Extremen: entweder in einem überlaufenen Feld, in dem alle dasselbe sagen, oder in einer so speziellen Ecke, dass niemand danach sucht. Eine tragfähige Lücke liegt dazwischen und lässt sich systematisch eingrenzen.
Die drei Bedingungen im Konflikt
Nachfrage, Glaubwürdigkeit und Differenzierung ziehen in unterschiedliche Richtungen. Wo viel Nachfrage ist, ist wenig Abstand. Wo viel Abstand ist, fehlt oft die Nachfrage. Und wo beides stimmt, fehlt manchmal schlicht die eigene Erfahrung, um es zu belegen. Eine Position ist erst dann brauchbar, wenn alle drei Bedingungen zumindest ausreichend erfüllt sind.
So grenzen Sie die Lücke ein
- Sammeln, welche Fragen Ihre Zielgruppe tatsächlich stellt – aus Gesprächen, Kommentaren und Anfragen.
- Prüfen, welche dieser Fragen bereits von vielen sichtbar beantwortet werden.
- Notieren, wo die üblichen Antworten aus Ihrer Erfahrung zu kurz greifen.
- Bewerten, welche dieser Stellen Sie mit eigenen Beispielen belegen können.
- Die Schnittmenge als Ausgangsposition formulieren und drei Monate lang testen.
Was oft zu früh passiert
Die Position wird am Schreibtisch entschieden und dann für unverrückbar erklärt. Sinnvoller ist eine Ausgangshypothese, die sich durch Reaktionen korrigieren lässt. Welche Beiträge Rückfragen auslösen und welche Themen zu Gesprächen führen, sagt mehr als jede Vorabanalyse.
Warum sich der Aufwand lohnt
Eine belegbare Lücke reduziert den Wettbewerb um Aufmerksamkeit erheblich. Sie müssen nicht lauter sein als andere, sondern nur an einer Stelle klarer. Das ist der Unterschied zwischen einem Auftritt, der Reichweite kaufen muss, und einem, der weiterempfohlen wird.
Positionierung besprechenDie beste Position ist selten die originellste, sondern die, für die Sie den besten Beleg haben.





