Content-Rollen gehören zu den am unschärfsten beschriebenen Stellen überhaupt. Begriffe wie Content Manager oder Social Media Manager sagen wenig darüber aus, was tatsächlich getan wird. Das Ergebnis sind Fehlbesetzungen, die niemandem anzulasten sind.
Wie Unschärfe entsteht
Wenn intern nicht klar ist, welche Aufgabe die Stelle löst, wird die Ausschreibung breit formuliert. Breite Ausschreibungen ziehen Bewerbungen mit sehr unterschiedlichen Profilen an, und die Auswahl erfolgt dann nach Sympathie statt nach Eignung. Der Abgleich mit der Realität passiert erst im Arbeitsalltag.
Die Rolle präzise fassen
- Die drei Aufgaben benennen, die in der Rolle den meisten Zeitanteil ausmachen.
- Beschreiben, welches Ergebnis nach sechs Monaten sichtbar sein soll.
- Festlegen, welche Entscheidungen die Rolle selbst trifft und welche nicht.
- Benennen, was ausdrücklich nicht Teil der Rolle ist.
- Im Auswahlgespräch eine echte Aufgabe aus dem Alltag stellen.
Der Punkt, der immer fehlt
Es wird nicht geklärt, wer über Inhalte entscheidet. Eine Content-Rolle ohne Entscheidungsspielraum wird zur Ausführungsstelle, was für erfahrene Bewerber unattraktiv ist. Eine Rolle mit unklarem Spielraum führt zu dauerhaften Reibungen. Beides lässt sich vorher regeln.
Was Präzision spart
Eine klar beschriebene Rolle bringt weniger Bewerbungen und deutlich passendere. Die Einarbeitung wird kürzer, weil beide Seiten wissen, woran gearbeitet wird. Und die Wahrscheinlichkeit, dass die Stelle nach einem Jahr noch besetzt ist, steigt erheblich.
Social Media besprechenWer eine Rolle nicht in drei Sätzen beschreiben kann, sollte sie noch nicht ausschreiben.




