Wer Content-Ideen sucht, schaut meist nach außen – auf Wettbewerber, Trends oder Keyword-Listen. Die belastbarste Quelle sind dagegen die eigenen Gespräche, weil dort echte Fragen echter Interessenten fallen. Das Problem ist nicht die Quelle, sondern die fehlende Erfassung.
Warum das Wissen verloren geht
Nach einem Gespräch wird das Ergebnis dokumentiert, nicht der Verlauf. Die Frage, an der ein Interessent zögerte, taucht in keiner Notiz auf. Damit verschwindet genau die Information, die Content wertvoll machen würde. In Unternehmen mit mehreren Vertriebsmitarbeitern potenziert sich der Verlust.
Eine leichte Erfassung einführen
- Ein einzelnes Feld einführen: Welche Frage kam, an welcher Stelle stockte es?
- Die Erfassung auf eine Zeile begrenzen, damit sie tatsächlich stattfindet.
- Einmal im Monat alle Einträge zusammenführen und nach Häufigkeit sortieren.
- Die fünf häufigsten Themen in die Content-Planung des Folgemonats übernehmen.
- Nach der Veröffentlichung im Vertrieb prüfen, ob die Frage seltener auftaucht.
Woran die Einführung scheitert
Die Erfassung wird zu aufwendig gestaltet – Kategorien, Pflichtfelder, Bewertungen. Damit wird sie im Alltag übersprungen. Eine unstrukturierte Sammlung von Sätzen, die tatsächlich entsteht, ist mehr wert als ein sauberes System, das niemand pflegt.
Was der Rückkanal bewirkt
Die Verbindung zwischen Vertrieb und Content wird zum geschlossenen Kreis: Gespräche liefern Themen, Content klärt sie vorab, Gespräche werden kürzer. Zusätzlich entsteht ein Argument für die Content-Arbeit, das auch intern trägt.
Social Media besprechenDie besten Themen stehen nicht in Keyword-Tools. Sie fallen im Verkaufsgespräch und werden dort vergessen.




