Für viele mittelständische Unternehmen ist die Personalgewinnung inzwischen ein größerer Engpass als die Kundengewinnung. Social Media wird dafür genutzt, aber meist mit Inhalten, die Bewerber in dieser Phase nicht suchen.
Warum Imagefilme wenig ausrichten
Hochglanzproduktionen zeigen ein Unternehmen, wie es gesehen werden will. Bewerber suchen aber Antworten auf konkrete Fragen: Wie läuft ein normaler Tag ab, wie wird entschieden, wie geht man mit Fehlern um, wer wären meine Kollegen. Diese Fragen beantwortet ein Imagefilm nicht, und die Lücke wird dann durch Bewertungsportale gefüllt.
Inhalte, die Bewerber tatsächlich prüfen
- Den realen Arbeitsalltag zeigen, einschließlich der unspektakulären Teile.
- Mitarbeiter selbst sprechen lassen, ohne Skript und ohne Freigabeschleife für jedes Wort.
- Konkrete Fragen aus Bewerbungsgesprächen öffentlich beantworten.
- Auch benennen, für wen die Stelle nicht passt.
- Einarbeitung, Zusammenarbeit und Entscheidungswege konkret beschreiben.
Der Bruch, der teuer wird
Es wird eine Arbeitskultur dargestellt, die es so nicht gibt. Das führt zu Bewerbungen von Menschen, die etwas anderes erwarten, und zu Kündigungen in der Probezeit. Ehrliche Darstellung reduziert die Bewerbungszahl und erhöht die Trefferquote – was der eigentliche Zweck ist.
Was sich dadurch verändert
Wer den Arbeitsalltag realistisch zeigt, bekommt weniger, aber passendere Bewerbungen. Gleichzeitig wirkt derselbe Content nach außen: Kunden sehen ein Unternehmen, das nichts zu verbergen hat. Dieser Nebeneffekt wird regelmäßig unterschätzt.
Social Media besprechenBewerber suchen keinen Imagefilm. Sie suchen einen ehrlichen Eindruck davon, wie es wirklich ist.





