Sobald ein Unternehmen mit Videoformaten arbeitet, stellt sich die Frage, wer auftritt. Die naheliegende Antwort – die Geschäftsführung – ist nicht immer die richtige. Entscheidend ist, wer die Inhalte glaubwürdig und verständlich vermitteln kann.
Warum Hierarchie ein schlechtes Kriterium ist
Führungspositionen sagen nichts über Vermittlungsfähigkeit aus. Gleichzeitig wirken Fachkräfte bei fachlichen Themen oft glaubwürdiger, weil sie täglich damit arbeiten. Wer die Auswahl nach Rang trifft, bekommt möglicherweise Beiträge, die formal korrekt und inhaltlich blass sind.
Die Auswahl sinnvoll treffen
- Nach Themen entscheiden statt pauschal eine Person festzulegen.
- Prüfen, wer das Thema ohne Vorbereitung verständlich erklären kann.
- Freiwilligkeit sicherstellen – erzwungene Auftritte sind erkennbar.
- Mehrere Personen einbinden, damit der Auftritt nicht an einer hängt.
- Die Geschäftsführung für Haltung und Einordnung reservieren, nicht für jedes Fachthema.
Ein arbeitsrechtlicher Punkt
Mitarbeiterauftritte werden ohne klare Vereinbarung produziert. Spätestens beim Ausscheiden entsteht die Frage, ob das Material weiter genutzt werden darf. Eine schriftliche Einwilligung mit klarer Regelung zur Nutzungsdauer gehört vor den ersten Dreh, nicht danach.
Was Vielfalt bewirkt
Mehrere Gesichter machen ein Unternehmen greifbarer als eines und verteilen zugleich das Risiko. Fachliche Beiträge gewinnen an Glaubwürdigkeit, und die Geschäftsführung kann sich auf die Themen konzentrieren, bei denen ihre Position tatsächlich zählt.
Social Media besprechenVor die Kamera gehört, wer das Thema erklären kann – nicht, wer im Organigramm oben steht.





